#85 10 Jahre Schweiz, dann zurück nach Deutschland - Serdar Bilir über beide Welten
Shownotes
Serdar Bilir ist Allgemeinmediziner und ein echter "Pendler zwischen den Welten". 2013 verließ er Deutschland - frustriert vom System, stranguliert von Bürokratie. 10 Jahre lebte und arbeitete er in der Schweiz, davon 8 Jahre mit eigener Praxis. Dann kam Corona, Post-Covid, und die Rückkehr nach Deutschland. Im Gespräch teilt er ehrlich beide Seiten.
In dieser Folge erfährst du:
- Warum er Deutschland 2013 verlassen hat (und warum die Gemeinschaftspraxis keine Lösung war)
- Was Schweizerdeutsch mit Schwäbisch zu tun hat (und warum er trotzdem scheiterte)
- Warum Administration in der Schweiz besser funktioniert
Die 3 wichtigsten Learnings:
1. Sprache: Verstehen ist wichtiger als Sprechen
"Ich bin in Stuttgart aufgewachsen, ich bin ein Schwabe. Das Hörverständnis hatte ich. Die Schweizer können alle Hochdeutsch - aber wirchten's nicht."
Ein Patient sagte ihm später: "Sie verstehen uns ja ganz gut, aber versuchen sie bitte nicht, Schwitzerdütsch zu sprechen. Kommt nicht an, das hören wir sofort raus."
2. Finanzielle Absicherung: Das 3-Säulen-System verstehen (oder scheitern)
"Ich war ja blöd - ich habe nur die erste Säule gemacht, die AHV. Die zweite Säule (Pensionskasse) habe ich nicht gemacht. Die dritte Säule auch nicht. Ich hatte überhaupt keinen Finanzberater. Da war der Schwabe in mir - ich war geizig."
Sein Rat heute: "Gleich von Anfang an einen unabhängigen Finanzberater nehmen. Tausend, zweitausend Franken investieren. Das hätte ich machen sollen."
3. Deutschland vs. Schweiz: Sauberkeit, Sicherheit, System
"Was uns in der Schweiz gefallen hat: Die Sauberkeit, die Ordnung. Meine Frau konnte abends beruhigt in Zürich in den Zug steigen und nach Luzern fahren. Das Sicherheitsgefühl ist in der Schweiz sehr, sehr hoch."
Aber: "In der Schweiz sagt man: Hab bitte einen Unfall, dann bist du über die Unfallversicherung abgesichert. Werde bloß nicht krank oder invalid - das ist sehr, sehr schlecht abgesichert."
Was er über die Schweiz sagt:
- Administration: "Alles klappt wie am Schnürchen. Unheimliche Freundlichkeit"
- Schulen: "Viel, viel besser. Der Schlüssel Lehrer pro Schüler war ganz anders"
- Dispensierrecht: "Du kannst eine Praxisapotheke haben. Gute Einnahmequelle + guter Service"
- Ausländerfeindlichkeit: "Der Schweizer ist sehr diskret, höflich - auch zu dem, den er nicht mag. Aber niemals offen beleidigend"
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Transkript anzeigen
00:00:06: Eine neue Folge DocsGoSwiss, dein Lieblings-Podcast, wenn es um das Thema auswandern als Arzt oder Ärztin in die Schweiz geht.
00:00:15: Ich bin Martin Werner, der Host des Podcasts und der Macher hinter DocsGoSwiss und heiß dich herzlich willkommen zu dieser Folge mit einem Gast.
00:00:26: Und zwar stelle ich Ihnen auch gleich vor, denn es ist eine, wie ich muss sagen, besondere Folge für mich.
00:00:32: Wir haben oft diese Diskussion auf Social Media.
00:00:35: Da wird alles kommentiert und es hat kein Fuß und keine Hand.
00:00:40: Es gibt viel Schimpfe ohne Substanz.
00:00:43: Und bei meinem heutigen Gast war das genau anders.
00:00:45: Wir haben uns über LinkedIn ja kennengelernt, Schnuppern gespürt, weil er sehr, sehr profunde Kommentare unter meine Postings geschrieben hat, sehr differenziert, was mich darüber ja, wundern hat lassen, wie er denn dazu kommt, so profund über die Schweiz und Deutschland zu sprechen.
00:01:04: Ja, und wie soll es sein?
00:01:06: Er ist in Deutschland als Arzt groß geworden, ist zwanzig treizehn in die Schweiz gegangen, hat zehn Jahre dort gelebt, acht Jahre eine eigene Praxis gemacht und dann ging es zurück nach Deutschland.
00:01:17: Also er weiß genau von was du redest oder in welcher Situation du momentan bist, mit der Überlegung in die Schweiz zu gehen, ja oder nein.
00:01:26: Und genau das macht es so besonders.
00:01:28: Er bringt sich hier ein.
00:01:30: Er bringt seine Erfahrung mit.
00:01:32: Und ich sage Bühne auf.
00:01:34: Sehr der Billier.
00:01:36: Als Allgemeinmediziner haben sich viele gesehen.
00:01:38: Schön haben sie die Zeit im Podcast zu sein und ihre Erfahrung zu teilen.
00:01:42: Herzlich willkommen, Herr Billier.
00:01:44: Dankeschön.
00:01:45: Sehr gerne.
00:01:47: Herr Biller, wir haben es kurz angesprochen.
00:01:49: Sie sind ein Pendler zwischen den Welten.
00:01:52: In Deutschland groß geworden.
00:01:54: Sie sind in die Schweiz gegangen.
00:01:56: Lassen Sie uns am Anfang erst mal über diesen Punkt gehen.
00:02:00: Ich komme aus Deutschland.
00:02:02: Ich gehe in die Schweiz und über die Erfahrung Deutsch sprechen und im zweiten Teil über den Weg.
00:02:08: Ja, ich möchte nicht sagen zurück.
00:02:10: Zurück hört sich immer so an, als ob man was falsch gemacht hat, sondern in die alte Heimat nach Deutschland zurück.
00:02:17: Und vielleicht, wenn es heit ist über den dritten Plan, denn sie wollen vielleicht aus Deutschland auch wieder weg.
00:02:23: Deswegen, Herr Bieler.
00:02:25: Als die Entscheidung irgendwie kam oder die Frage kam, bleiben sie in Deutschland, geht es in die Schweiz.
00:02:33: Was hat damals die Überlegung gegeben, Schweiz zu machen?
00:02:39: Wie sind sie damals auf die Idee gekommen?
00:02:41: Wie sind sie damals daran gegangen?
00:02:43: Also zunächst muss man natürlich da kurz eine Vorgeschichte einschalten und zwar ich bin ja zwei Näh, in Niedergerassen, in Hamburg, Hamburg-Harburg ist ein ganz besonderes Gebiet, ist also ein Gebiet, nicht wie Blankenese oder wie Wandsberg, wo doch Schmelztiegel der Nation ist und dementsprechend natürlich Patientenklientel hat.
00:03:25: Und ich hatte hier dort bis ja eben bis Zwei-Tausend-Dreizehn Anfang Zwei-Tausend-Dreizehn ein allgemeinmedizinische Haushaltsjahr Praxis geführt.
00:03:39: Die letzten zweieinhalb Jahre von Zwei-Tausend-Sehn bis Zwei-Tausend oder bis Mitte Zwei-Tausend-Dreizehn habe ich das in einem Rahmen einer Gemeinschaftspraxis gemacht mit einer Kollegin noch zusammen.
00:03:55: Und auch schon allein der Versuch, in den Sieben eine Gemeinschaftspraxis zu machen, hatte ja auch ein Grund.
00:04:06: Der Grund war, nämlich, dass ab einem bestimmten Zeitraum, ich schätze mal, das muss in den Neunzigern gewesen sein, Neunzigern bis zum Jahrhundert, Jahrhundert, Jahrhundert, Zweitausend, dass die Das Arbeiten als Hausarzt ist immer praktisch zu jedem Quartal schwieriger wurde.
00:04:34: Und inwiefern wurde es schwieriger?
00:04:38: Ja gut, ich würde es ja wahrscheinlich auch bekannt sein, vielleicht bei den ganz Neuren nicht so, dass man eben sehr stranguliert wurde.
00:04:48: Alles wurde von den Hausärzten, auch von den Internisten.
00:04:55: weggetragen, sozusagen über die Reformen, also es gab ja jede, jede Regierung hatte ihre Reformen gehabt.
00:05:04: Und die Kassenärztlichen Vereinigungen, die KVN, als öffentliche, am öffentlichen Rechtes, haben dann natürlich mitgespielt.
00:05:18: und immer mehr Verengung des Arbeitens als Ernst und letztendlich natürlich auch das Honorarisystem hat sich rapide geschlechtert.
00:05:32: Und dann kommt man natürlich auf die Ideen.
00:05:34: Ich war ja Einzelkämpfer, Einzelpraxis.
00:05:37: Übrigens war das ab früher.
00:05:39: Ja, also mehr Gang und Gebe heute gibt es ja kaum noch.
00:05:43: Wenn ein junger Kollege sich niederlasst, dann wird es kaum noch als Einzelpraxis gehen können.
00:05:50: Aber damals war das so.
00:05:51: Und dann hat man halt eben Auswege gesucht, um dem wirtschaftlichen Druck, dem zeitlichen Druck, dem Druck der Dokumentation der Bürokratie in einer Arztpraxis herzuwerden.
00:06:06: Und das ging dann halt schon besser, wenn man noch einen Kollegen hatte, mit dem man das zusammen macht im Rahmen einer Praxisgemeinschaft oder im Rahmen einer Gemeinschaftspraxis.
00:06:18: Es sind zwei Unterschiede, wo ich mich nicht jetzt darauf angehen so müssen.
00:06:25: Das war das und da habe ich in den zweieinhalb Jahren festgestellt, dass das auch nichts bringt, dass das also auch nicht die optimale Lösung ist.
00:06:34: Es ist praktisch nur, soll ich sagen, das Leid nur noch doppelt.
00:06:43: Man hat in der Gemeinschaft ja dann auch wieder Verantwortung und Abstimmungsthemen, die dazukommen.
00:06:49: Aber kurzum, Sie haben es probiert, Sie haben gemerkt, in Deutschland wird es schwieriger aus Ihrer Empfindung heraus und haben dann für sich gesagt, nee, vielleicht ist das Ausland die Option.
00:06:59: Wie kam es dann vor Schweiz?
00:07:00: oder gab es noch andere Länder, die zur Auswahl standen?
00:07:03: Nein,
00:07:03: es gab noch andere Länder.
00:07:05: Und zwar habe ich das schon vor zwei Tausend Zähnen.
00:07:07: In dem Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.
00:07:40: im Man war eine dänische Lehrerin, wie mir das versucht hat, beizubringen.
00:07:43: Und weil da war, hat eben noch Möglichkeiten, gerade als Hausarzt, gut tätig zu sein.
00:07:50: Es gab Stellen, ausgeschriebene Stellen, die ich über das deutsche Ersterblatt war, oder auch speziell jetzt auch befrieden, noch wegen wir auch dabei.
00:08:02: Von der Ärzte kamer Hamburg.
00:08:03: Da gab es extra eine Stelle, wo man sich da erkundigen konnte.
00:08:09: Aber die Sprache lag mir nicht.
00:08:15: Das dänische bzw.
00:08:16: das norwegische.
00:08:18: Und hab dann doch gesagt, nee, lass das mal.
00:08:21: Hab das nach drei Monaten abgebrochen.
00:08:23: Und dann probierst du doch erst mal anders.
00:08:26: Und natürlich, und das ist auch, soll ich sagen, das traurige an der Geschichte ist, am deutschen Gesundheitssystem, dass ich noch mal Hoffnung hatte.
00:08:39: Ich hatte die Hoffnung, ob nicht aufgegeben, dass es durch eine Reform, durch einen neuen Gesundheitsminister, durch unsere Aktionen damals als erste Gemeinschaft, Demonstrationen in Berlin und lokale Demonstrationen und so weiter und so weiter.
00:08:56: Also, dass es eine Besserung geben könnte.
00:09:00: Aber nichts war.
00:09:02: Nichts.
00:09:03: Es hat sich nichts im Positiven verhandelt, sondern... jedes Jahr jedes Quartal kann man schon sagen wurde schlechter.
00:09:13: und dann habe ich ein tipp gekommen das war muss auch gewesen sein so zwei tausend neun du da gibt es in wo die ärztes zusammen online internet gibt es eine oma sich austauschen kann.
00:09:30: das war der der ärztliche.
00:09:32: ja zum nd erster nachrichtendienst ja Das war noch nicht so professionell.
00:09:37: Heute, wenn man da Mitglied ist, dann ist das mit Werbung.
00:09:41: Sonst war damals gar nicht das.
00:09:44: Es waren viele Ärzte da, die sich unterhalten haben, online gechattet haben.
00:09:49: In bestimmten Chatrooms, mit bestimmten Themen und so weiter.
00:09:53: Über das deutsche Gesundheitssystem, was man machen kann.
00:09:57: Da habe ich selber viel gelernt.
00:09:59: Da fiel mir auf, dass einige Leute in der Schweiz waren, die von der Schweiz berichteten.
00:10:06: Später gab es auch extra ein Chatterum, nur für die Schweizer.
00:10:10: Ich glaube, es gibt es immer noch.
00:10:11: Ich habe jetzt nicht mehr dabei.
00:10:14: Und wo dann praktisch Kollegen, die in die Schweiz gegangen sind, über die Schweiz berichten.
00:10:21: Das ist meistens eine kleine Gruppe dort.
00:10:25: Und natürlich auch die Kollegen, die jetzt nicht in der Schweiz sind, können das Chat ja mit ansehen sozusagen.
00:10:32: Und das ist also eine richtige Schwerin vermischt.
00:10:38: Diskussionsforum.
00:10:40: Und da, das war der Beginn, wo ich mir sagte, ja die Berichten so positiv ist das wahr, ist das nicht wahr, kann das sein.
00:10:49: Und dann habe ich natürlich mit einigen dann Kontakt, privaten Kontakt gesucht.
00:10:54: online und hab dann wirklich erfahren, was es ja so ist, wie sie das darstellen.
00:11:02: Und dann habe ich mich also schon intensiver mit der Schweiz dann auch beschäftigt und habe letztendlich in den Jahr zwölf mich dann dazu entschieden, ich war ja noch in der Gemeinschaftspraxis, die Formalitäten zu machen.
00:11:18: Das heißt also, ich hab mir das ja nochmal hingezahlt, das sind ja so viele eigentlich auch, Die Anerkennung des Arztdiplomens, Anerkennung der Facharztbezeichnung und alles über die MIBECO zu organisieren.
00:11:37: Das habe ich dann gemacht, das ging auch relativ schnell.
00:11:39: Ich habe dann beklungen, es war im September, das war im Sommer um die Juli, August habe ich das damit angefangen, den Antrag zu stören.
00:11:51: hat damals glaube ich tausend zweihundert Euro insgesamt gekostet.
00:11:54: Tausend zweihundert bis tausend vierhundert, ich weiß es nicht mehr ganz genau.
00:12:00: Hatte ich das in der Hand hatte, dann hat auch noch mehr Augenausweis bekommen, sieht dann so aus, ne?
00:12:07: Ja, genau.
00:12:12: Ja, dann hatte ich das in der Hand und jetzt konnte ich um meine Stelle suchen.
00:12:17: Es gab kein Vermittler, in dem Maße wie es heute ist.
00:12:23: Und vielleicht gab es, ich wusste es nicht, genau so.
00:12:26: Ich habe dann auch wieder über den deutschen Ersterplatz keine Stelle, sondern eine Möglichkeit, wieder in eine Gemeinschaftsbox in Zürich nicht da einzugeben, also ohne mich einzukaufen.
00:12:43: Der Kollegen, der dort drin war, es waren insgesamt drei Kolleginnen, ging es darum.
00:12:49: in einem leeren Raum natürlich da, dass da noch jemand Miete bezahlt, an den Infrastrukturen sich beteiligt und so weiter, an den Infrastrukturkosten beteiligt.
00:12:58: Das Labor, das ist sehr, sehr wichtig, ein eigenes Labor zu haben in der Schweiz und allgemein Mediziner, ist auch so ein Punkt, den man hier in Deutschland nicht hat.
00:13:10: Genau, an den Kosten sich zu beteiligen.
00:13:12: So, das habe ich dann auch gemacht.
00:13:14: Herr Bieler, jetzt haben Sie mir eine Steilvorlage gegeben.
00:13:18: Sie haben damals immer die Hoffnung gehabt, es wird besser.
00:13:23: Ich kann nicht für jeden sprechen, der zuhört.
00:13:25: Ich habe das Gefühl, das ist immer noch das Thema.
00:13:29: Ärzte und Ärztinnen sind sehr leidensfähig.
00:13:31: Sie nehmen sehr viel auf sich, um Patienten und Patienten zu helfen und hoffen, dass es irgendwann besser wird.
00:13:38: Ich kann da nur reflektierend von außen gesprochen.
00:13:43: nimmst euch mal jemanden bei die Hand, der von außen auf schaut, bist du gesund, hast du einen normalen Lebensstil, erlaubt dir das deine Familie, weil wenn du als Person, als Arzt oder Ärztin selbst irgendwann zum Patienten wirst, kannst du niemanden mehr helfen.
00:13:58: Und bei aller Hoffnung, die ich habe, dass es besser wird, und es gibt gute Leute, die dafür arbeiten, dass es besser wird, es muss jeder für sich schauen, ob es jetzt in dem Moment Zeit ist, sich eine Lösung zu suchen oder zu hoffen.
00:14:11: Ja, hoffen kann man lange.
00:14:13: Das ist richtig.
00:14:14: Und Sie haben jetzt ganz schön gesagt, Sie sind direkt in eine Praxis gegangen.
00:14:19: Das heißt, Sie hatten keine Landeskunde, Sie konnten kein Schweizerdeutsch, Sie haben das Abrechnungssystem auch nicht gekannt, direkt in die Praxis.
00:14:29: Würden Sie das empfehlen.
00:14:30: oder würden Sie sagen, mit der Erfahrung, die Sie gemacht haben, so ein, zwei Jahre Spital oder als angestellter Arzt ist auch nicht verkehrt und sich dann überlegen, Das ist es, ihr bleib ich oder wie haben Sie es für sich empfunden?
00:14:46: Also, wie ich es für mich empfunden habe, es war noch so ein Abenteuer, ich habe viele Fehler gemacht, das glaube ich würde jeder sagen, viele, viele Fehler gemacht.
00:14:56: im Prinzip, also ich sage mal so, es sind mal mal in drei Abteilungen.
00:15:03: Es ist die Sprache, die Landeskultur, die Leute, die Administration.
00:15:13: Die dritte und vierten, das ist natürlich gut.
00:15:16: Das ist auch ein extra Thema.
00:15:18: Da muss sich jeder beschäftigen, damit mit der Praxis, selbst mit der Abrechnung.
00:15:23: Und was dazu gehört, das Krankenkassensystem, wie die Abrechnungen sind und das ist das EDV-System und da ist auch ELECTRAMAS schon elektronisch gemacht, das sind diese Punkte.
00:15:37: Ein Punkt hatte ich keinen Schwierigkeiten.
00:15:40: Das war die Sprache.
00:15:43: Warum nicht?
00:15:44: Ich bin ein Stuttgart aufgewachsen, ich bin ein Schwab.
00:15:49: Das ist da auch, wo Sie in Kreuzlinge sind.
00:15:53: Das wird ja zu Schweiz, aber wenn es in Konstanz, vielleicht schwarze Tab, schwäbisch.
00:15:59: Und das ist keine große Unterseht mehr, gell?
00:16:03: Ja, Sie haben den Segen schon drauf gehabt.
00:16:05: Genau,
00:16:05: den Segen hatte ich schon truf gehabt, zum Truf gehabt.
00:16:08: Das sagt man ja auch im Schwäbischen, wo man ja auch im Schwäbischen auch wieder unterschiedliche Idealikte gibt.
00:16:12: Aber ich habe hier den Stuttgarter Schwäbisch, bin hier aufgewachsen.
00:16:18: Und der Schweizer sagt ja auch, aufmache, aufwachsen.
00:16:24: Und so meint er, das ist so.
00:16:27: Es gibt, da habe ich keine Schwierigkeiten gehabt.
00:16:29: Wobei, ich sagen muss, ich sagen muss, dass es natürlich im Schweizerland viele, viele Wörter gibt.
00:16:38: die wir nicht kennen.
00:16:38: Also wir werden im Hochdeutschen noch im Späbischen auf.
00:16:44: Aber Sie haben das Hörverständnis zumindest schon mal gemacht.
00:16:47: Ganz genau.
00:16:47: Das verstehen wir.
00:16:48: Das ist das.
00:16:50: Und ich habe festgestellt, die Schweizer, die können ja, also der Deutschschweiz, die können alle Hochdeutsch.
00:16:57: Können's.
00:16:59: Aber wirchten's nicht.
00:17:02: Oder nicht so gerne.
00:17:05: Wenn ich jetzt Hochdeutscher wäre, oder im Hochdeutschsprachengraum kommen würde, hätte ich glaube schon Schwierigkeiten, das alles zu verstehen.
00:17:16: Aber der Sprache sich zu versließen ist ein großer Fehler.
00:17:22: Es ist nämlich das A und O zu verstehen.
00:17:27: Man muss das nicht sprechen.
00:17:28: Ich habe dann ja versucht, ich war ja stolz, dass ich schwäbisch kam, Und noch die Paarwörter, das ist also Gsi.
00:17:36: Das ist so Gsi, das ist so Gläser.
00:17:39: Oder jetzt gehen wir mit dem Ausgang und parkieren wir das Auto-Leader.
00:17:46: Oder kommst du mit dem Velo, parkieren das immer das Gsi hinter dran und das sehr viele Wörter mit EIN.
00:17:56: Eie gesprochen, das ist damit Eie gesprochen worden.
00:17:59: Ich bin ja kein Sprachwissenschaft, das ist bestimmt auch spezielle Wörter dafür.
00:18:04: Das habe ich mir schnell angeeignet, dann habe ich gedacht, ja, kein Problem, ich kann jetzt Schwezerdütsch.
00:18:11: Dann bin ich so Tanksteller zum Tanken.
00:18:15: Stolz wird sich Schweze, Schwezerdütsch.
00:18:18: Und die Dame sagt, ja, was haben sie gesagt?
00:18:21: Ich verstehe sie nicht.
00:18:24: Ich veräppelte mich, ich spreche doch Schwezerdütsch.
00:18:27: Das hat mich nicht verstanden, das heißt also, mein Schweizer nicht ausgereicht.
00:18:31: Es fehlt sehr viel an dieser phonetigen Scheinung.
00:18:35: Und so war es dann mit den Patienten auch.
00:18:36: Ein Patient hat auch dann zu mir mal gesagt in Schweizer, ich habe sie später.
00:18:41: Das muss ich auch noch sagen, ich war nur ein Jahr in der Schweiz.
00:18:45: Danach habe ich mir eine Praxis gesucht auf dem Lande, in der Nähe zu Rappersviel, an der Grenze zu St.
00:18:55: Gallen.
00:18:56: war ein totalständiges Gebiet mit fünf bis sechstausend Einwohner, nebendorf nochmal fünf bis sechstausend Einwohner, die haben sich dann zusammengeschlossen.
00:19:07: Und da hat mir dann ein lieber Patient gesagt, sie verstehen uns ja ganz gut, im Schwäbisch auch ganz gut, aber versuchen sie bitte nicht, Schwitzedüte zu spüren.
00:19:16: Kommt nicht an, das hören wir sofort raus.
00:19:19: Ja, da gehen die Meinungen selbst bei den Schweizern sehr weit auseinander.
00:19:22: Also einige sagen... Ja, anscheinend fühlen
00:19:23: das sich... Entschuldigung, anscheinend fühlen wir sich dann auch vererbelt.
00:19:27: Wenn man dann zu Deutsch spricht, aber nicht richtig spricht.
00:19:30: Das ist der Punkt, ja.
00:19:33: Es wird so reflektiert, dass gerade dieser in den Schweizer Augen klegliche Versuch, das Schweizer Deutsch zu imitieren, wird als... gerade den Deutschen als Arroganz oder so eine Verniedlichung zugegeben.
00:19:49: Genau.
00:19:50: Und deswegen, ich hatte auch hier eine Schweizerin schon im Podcast, die die Schweizerdeutsch-Unterricht macht und sie sagt zum Beispiel, sie findet es gut, wenn Schweizerdeutsch gesprochen wird.
00:19:58: Und da habe ich gesagt, sie sind die Erste, die das sagt, die meisten Schweizer, wenn sie mal offen und ehrlich sind, sagen, probiert es gar nicht erst, sprecht es Hochdeutsch mit uns.
00:20:08: Wir antworten auch in Hochdeutsch, auch wenn es uns vielleicht nicht so angenehm ist, weil es die Amtssprache ist.
00:20:15: Oder wenn du es besser kannst, wenn du länger dabei bist sozusagen.
00:20:19: Ja, irgendwo
00:20:19: muss man es ja lernen.
00:20:21: Man kann ja nicht zehn Jahre zuhören und dann ist perfekt sprechen.
00:20:24: Das geht ja nun auch.
00:20:25: Ja, das ist richtig.
00:20:29: In der Administration haben Sie gesagt, gab es auch so Unterschiede oder Fettnäppchen?
00:20:34: In der Verwaltung, also ich sage es ganz einfach, zum Beispiel mit dem Führerschein.
00:20:40: Man muss ja nach einer Weile, ich glaube, wenn man das nach drei Monaten oder so, sollte man den Führerschein ja umschreiben, vom Deutschen auf den Schweizerischen.
00:20:51: Inert zwölf Monaten, ja.
00:20:53: Also erstens mal heißt es gar nicht Führerschein, d.h.
00:20:57: Führerausweis, TÜV, das Wort TÜV gibt es nicht, ich habe dann immer Also das Wort TÜV verwendet.
00:21:06: Mein Auto hat TÜV und so weiter.
00:21:08: Die haben mich nicht verstanden.
00:21:10: Das heißt, bei denen wäre es eine periodische Fahrzeugprüfung.
00:21:16: Also auf Schweizerisch.
00:21:17: Periodische Fahrzeugprüfung.
00:21:21: Ja, ich bin daraus.
00:21:21: Ich habe meinen Führerschein nicht umgemeldet.
00:21:27: Da, und auch noch nicht bei der Ausweisbeantragung, gibt es schon Unterschiede, und zwar die Unterschiede sind nicht negativ, sondern positiv.
00:21:41: Alles klappt wie am Schnürchen.
00:21:45: Alles klappt wie am Schnürchen.
00:21:47: Und ganz, ganz wichtig, unheimliche Freundlichkeit, die ich jedenfalls so gesehen habe und viele Kolleginnen und Kollegen auch.
00:21:57: Ich weiß nicht, ob es daran liegt.
00:22:00: dass die wissen ja, ah, das ist ein Arzt.
00:22:02: Also man hat in der Schweiz gegensatziert zu Deutschland noch Respekt von Doktorin, was ja in Deutschland ja so praktisch total verblasst ist.
00:22:16: Und dadurch vielleicht auch die Freundlichkeit dann zeigt.
00:22:21: Ich weiß es nicht.
00:22:22: Ich bin ja kein Bäcker oder ein Arbeiter jetzt, der aus der anderen Warte sieht.
00:22:30: Und es ging alles sehr schnell.
00:22:35: Und das hat mich doch erstaunt.
00:22:41: Und es heißt das sonst immer, also wenn ich irgendwelche Nachrichten über die Schweiz lese von anderen Ausländer in diesen Berichten, das ist ja unheimlich kompliziert, das ist ja eine unheimliche Bürokratie, empfand ich gar nicht.
00:22:57: Also da hatten wir hier viel mehr.
00:23:04: Das war also so meine ich das mit der Administration, also im positiven Sinne ist es schnell, akkurat und freundlich.
00:23:18: Ich habe zum Beispiel hier, das nochmal anschauen darf, hier in Wedeln bei Hamburg und Schleswig-Holstein, wenn ich da ist, beim Einwohnermeld haben.
00:23:30: eine Bescheinigung haben möchte, geht es ja nur über Online-Anmeldung.
00:23:36: Und wenn du Pekt hast, musst du da wochenlang warten, bis du einen freien Online-Termin hast.
00:23:42: Und dann, wenn du dorthin gehst, erst mal sehr, sehr lange warten.
00:23:46: Aber das Positive ist, die Leute sind dort auch sehr nett.
00:23:51: Die dort arbeiten.
00:23:53: Ja,
00:23:55: also das kann ich nur bestätigen.
00:23:57: Ich glaube, das begrenzt sich nicht auf den Status als Arzt oder Ärztin.
00:24:02: Die Schweizer sind sehr, sehr zuvorkommend.
00:24:05: Und im Gesundheitswesen kann ich das nur bestätigen.
00:24:07: Also, wenn du zur Hospitation kommst, jeder kennt dich und du denkst, hey, woher kennen die alle meinen Namen?
00:24:13: Was ist hier los?
00:24:14: Bin ich irgendwie der neue Chef oder so?
00:24:16: Sondern es gehört einfach dazu, es kommt jemand Neues.
00:24:19: Man hat ein Interesse, man möchte offen sein.
00:24:22: Man kennt die Person.
00:24:24: Strukturen,
00:24:25: Bürokratie gibt es in der Schweiz genauso, gar kein Thema.
00:24:28: Aber ... In der Schweiz ist es eher der Tick so, du musst dich darum kümmern.
00:24:33: Dann funktioniert die Bürokratie.
00:24:35: Erwarte bitte nicht, wie in Deutschland, dass die Bürokratie sich darum kümmert und zu dir kommt.
00:24:39: Das ist die große Eige Verantwortung in der Schweiz.
00:24:42: Das ist ein Tick anders.
00:24:44: Mich nimmt es noch wunder, Sie hatten Fettnäpfchen angesprochen und oft höre ich, diese Freundlichkeit wird interpretiert, als es gibt ja keine Hierarchien im Spitalwesen insbesondere.
00:24:59: Nichtsdestotrotz hört man auf der anderen Seite, ja, Sie sind sehr freundlich, die Schweizer.
00:25:04: Das größte Problem und die größten Fettnäpfchen, die man aber hat, ist, wie komme ich denn an?
00:25:10: Wie finde ich Kontakte, soziale Kontakte, wie finde ich neue Fremende, die übers berufliche hinausgehen?
00:25:17: Können Sie da noch mal einen Einblick geben, wie es Ihnen ergangen ist und ob da vielleicht auch ein Fettnäpfchen dabei... war, wo sie sagen, okay, da muss man einmal reintreten, damit man kapiert hat, so läuft das hier nicht mit Freundschaftenknüpfen.
00:25:28: oder hatten sie da einfach Glück, dass sie gleich ins Netzwerk über die Praxis reingekommen sind?
00:25:33: Ja gut.
00:25:35: Ich hatte ja nicht in einem Spital, also nicht in einer Klinik gearbeitet gehabt, was da jetzt, glaube ich, ja auch verändert wurde, wenn man sich heute mir lassen möchte.
00:25:45: In einer Praxis muss man, glaube ich, erst mal drei Jahre irgendwo.
00:25:50: Ist das so?
00:25:52: Ja, nein.
00:25:54: Ich muss gerade den Kopf schütteln.
00:25:55: Es ist nicht ganz so einfach.
00:25:57: Es gibt für die Grundversorgung Ausnahmen, also auch für die Allgemeinmedizin gehts Ausnahmen.
00:26:03: Das ist aber alles relativ neu, weil der Bund erst mal gesagt hat, es gibt einen Stopp.
00:26:08: Du musst zurück drei Jahre ins Spital in der Schweiz.
00:26:11: Jetzt hat der Bund gesagt, nein, liebe Kantone, ihr könnt das selber entscheiden.
00:26:14: Und jetzt stehen die sechsundzwanzig Kantone da und wissen nicht so recht, was sie damit machen sollen.
00:26:19: Es ist gerade ein Moment der Unsicherheit, aber wenn jemand Interesse hat, bitte melden und erklären das.
00:26:24: Ja,
00:26:24: gut.
00:26:25: Nein, also deswegen hatte ich ja nicht so einen Kontakt zu Schweizer Kollegen außer, natürlich in dem Dorf, wo ich war, glaube ich, es ja noch mal eine Arztpraxis und im Nebendorf noch mal eine Arztpraxis.
00:26:40: So, und jetzt ist das so in der Schweiz, wenn man als Niedergelassener Arzt arbeitet, egal, als Watrats oder als... Hausarzt sollte man sich in eine Art Ärzte-Netzwerk, es gibt unterschiedliche Ärzte-Netzwerke, in Zürich war das, glaube ich, der ZNG und ich war jetzt in einer anderen, das ist da vom Zürichsee bis nach, wo ich sagen war, Bubikon und Rüti und so weiter.
00:27:13: Da hat man dann sich, da war man Mitglied und Mitgliedsbeitragchen auch bezahlt, ja.
00:27:22: Und da gab es ein Qualitätszeltel.
00:27:23: Also ein Qualitätszeltel ist sehr, sehr wichtig.
00:27:27: Erstens mal natürlich, um auch Fortbildungspunkte bekommen.
00:27:29: Einmal im Monat haben wir uns getroffen und dann natürlich auch um den Zusammenhalt unter den Kollegen, man kannte sich ja austauschen, über irgendwelche politischen Entscheidungen und über, also es ist genau so wie in Deutschland auch.
00:27:46: Und ich war in einer Gruppe, wo ich rein kam, war sonst kein anderer Deutscher dabei oder auch nicht aus Deutschland, alles andere waren Schweizer.
00:27:57: Kollegen und ich musste sagen, ich bin da total herzlich aufgenommen worden.
00:28:02: Natürlich ist es auch für die etwas Wichtiges, wegen dem Notdienst.
00:28:05: Das ist die Notdienstfrequenz natürlich.
00:28:10: Dann oft auf einem Abfeld.
00:28:13: Und wir haben dann immer danach immer noch gern was getrunken oder was gegessen und geredet.
00:28:24: Ich hatte auch einige Hilfe bekommen.
00:28:27: Und die zwei Kollegen allerdings, die jetzt unmittelbar zu meiner Praxis niedergelassen waren, mit denen hat er mir auch nochmal extra getroffen und da hatte ich mit einem davon keinen so guten Kontakt.
00:28:45: Das war eine Gemeinschaftspraxis, ein Ehepaar, weil da war so, da war diese Konkurrenzkampf, Konkurrenzdenken, das wir übrigens in Deutschland genauso haben.
00:28:58: Keine Frage.
00:28:59: Also nichts Schweizerisches.
00:29:01: Und da habe ich schon gespürt, es ist schwierig.
00:29:10: Ich weiß gar nicht, wie diese Konkurrenzgedanke entstanden ist, weil die Praxis, wo ich tätig war, übernommen habe, die gab es schon lange.
00:29:16: Und das war das eine, aber in ein Fettnettchen getreten, weiß ich nicht.
00:29:26: Was ich an Angeboten bekommen habe, war von meinen Patienten.
00:29:30: Und zwar, wie auch sonst auch in Deutschland, gibt es Patienten, die einen nicht mögen, weil man einfach, wo vielleicht die Chemie nicht stimmt.
00:29:39: Es waren Abwandern.
00:29:40: und da, auch aufgrund meines Namens, weil ich ja nicht ursprünglich aus Deutschland komme, sondern halb halb, halb Deutsch, halb aus der Türkei.
00:29:50: Und das hat auch vielen nicht gefallen.
00:29:53: Und dann sind aber immer wieder neue dazu gekommen.
00:29:57: Ich sag mir immer, wo eine Türe zugeht, geht woanders eine auf.
00:30:01: Und ich hatte dann ganz in den Jahren, ich sag mal so ab nach zwei bis drei Jahren, verfestigen sich die gerade im ländlichen Gebieten die Verbindung zwischen Arzt und Patienten doch mehr.
00:30:21: Man trifft sich auf der Straße, beim Einkaufen, bei Dorffest und so weiter und so fort.
00:30:27: Da hatte ich doch viele Angebote gehabt, eine Freundschaft näher einzugehen.
00:30:34: Aber ja, es ist nicht so schnell, wie jetzt, gleich bei mir mit, sagen wir mal, in der Klinik arbeite, hier in Deutschland, in Hamburg, weil ich habe mal eine Zeit lang in der Frauenklinik gearbeitet.
00:30:48: Da bist du dann vielleicht am nächsten Tag, passen mit Kollegen zusammen und so weiter und es war schon Eis gebrochen und man hat eine Freundschaft gehabt.
00:30:57: Nein, das ist da nicht so der Fall.
00:30:59: Es dauert nicht so hoch.
00:31:01: Auch ein bisschen, ja.
00:31:01: Aber Herr Billi, weil es ist jetzt von sich aus ansprechend, spreche ich es auch direkt an.
00:31:06: Ich habe Kollegen, die kommen direkt und sagen Ausländerfeindlichkeit.
00:31:10: Die Schweizer, die sind ganz speziell.
00:31:13: Den Deutschen schon gegenüber anderen Nationalitäten.
00:31:15: Sie haben es gesagt, anderen Namen.
00:31:17: sehr, sehr schwierig.
00:31:19: Sie sind jetzt auch vor ein paar Jahren gewesen.
00:31:22: Es hat sich ja auch viel gewandelt.
00:31:24: Ist mein Eindruck in der Schweiz.
00:31:26: Klar, Sie brauchen Fachkräfte.
00:31:28: Sie dürfen sich diesem auch öffnen.
00:31:32: Aber haben Sie irgendwie Erfahrung gemacht, wo Sie wirklich sagen, das ist Ausländerfeindlichkeit und das geht über das hinaus, was Sie aus Deutschland auch kennen.
00:31:40: Also um den Vergleich vielleicht mal ein bisschen zu ermöglichen.
00:31:44: Also ich sag mal so.
00:31:45: Die Ausländerfeindlichkeit, es gibt jetzt zwei verschiedene Ausländerfeindlichkeiten, in meinem Falle.
00:31:52: Die Aversion, den Deutschen gegenüber.
00:31:56: Und die Aversion, sagen wir von Menschen aus dem Balkanbereich.
00:32:02: Ganz südlich aus der Schweiz.
00:32:06: Nicht Italienisch, Italienisch ist ja gut integriert, zumal es ja auch eine italienisch sprechende Kantone gibt, das das sehen.
00:32:13: aber habe eben noch südlicher im Balkan.
00:32:17: Das muss man schon unterscheiden.
00:32:19: Aber selbst diese Unterscheidung hat doch etwas, was die in der deutschen Bevölkerung im Vergleich deutschen zu schwarz aus in der Bevölkerung nicht vorhanden ist.
00:32:31: Und zwar, wenn ein Deutscher, nicht alle, aber doch in bestimmten Bereien, vor allem auch in Ostdeutschland, Gegen ein Ausländer ist, der noch nicht haben möchte, dann ist er ziemlich direkt und sagt, hau ab, was machst du, was machst du hier?
00:32:51: Geh doch zurück in dein Land.
00:32:53: Du gehörst nicht hierher.
00:32:56: Der Schweizer wird es niemals so tun, niemals.
00:33:00: Der Schweizer ist sehr diskret.
00:33:04: Höflich, auch höflich zu dem, den er eigentlich gar nicht mag.
00:33:09: Und vielleicht würde er sich anders engagieren, eben politisch.
00:33:12: Da wird so ein politischen Weg gemacht.
00:33:15: Da wird jetzt zum Beispiel auf dem Weg gemacht, wenn dieser Ausländer sich irgendwann mal einbürgern möchte in einer Gemeinschaft.
00:33:23: Dass er da, weil es ist ja so, wenn jemand eingebürgert wird, gibt es einen Aushang im Gemeindezentrum, der sich einbürgert und man kann dann als Bürger dieser Gemeinde ja Einspruch erheben.
00:33:37: Der hilft dann Einspruch.
00:33:39: Damit hast du schon mal keine Chance, derjenige, der sich anhört oder Schwierigkeiten.
00:33:44: Also solche Sachen, solche subtile Feindlichkeiten würde aktivieren, aber niemals offen zu Beleidigungen oder zu Gewalt.
00:33:54: Ich habe noch nie bei einem Schweizer überhaupt noch nie keine Gewalt-Citation gesehen.
00:34:03: Und die Schweizer sind eher nachdenklicher.
00:34:07: Aber es ist völlig anders, völlig anders als in Deutschland.
00:34:11: Mir sagte mal ein Experte, das ist auch ganz einfach zu erklären.
00:34:15: Dadurch, dass die Schweizer sehr lange isoliert waren als Bergvolk.
00:34:18: Also ein Großteil vom Jahr wirklich auf die Gemeinschaft angewiesen war, weil sie gar nicht wegen dem Schnee reisen konnten, hat es einfach einen ganz anderen Zusammenhalt.
00:34:26: Also man weiß bis heute, die Gemeinschaft ist der Fixpunkt.
00:34:30: Das heißt, ich kann es mir auch in der Gemeinschaft eigentlich mit niemanden richtig verschärzen.
00:34:35: sondern es ist immer noch das Prinzip, wir sind eine Gemeinschaft.
00:34:39: Politisch haben wir die direkte Demokratie, das heißt, mal gewinnig, mal verliere ich, aber ich akzeptiere, wenn ich mal quasi meine Meinung nicht durchsetze, ich weiß beim nächsten Mal, ist das wieder okay.
00:34:53: Derjenige sagt, es ist halt so eine ausgeglichene Gemütslage, wenn man das jetzt so im persönlichen sieht, aber auch politisch eine andere Gemütslage.
00:35:02: Also es ist nicht so... das eine extremen und dann das andere extremen, sondern man versucht das sehr auszupalancieren und, wie Sie sagen, schon gar nicht öffentlich, schon gar nicht laut, sondern konkret sachlich, lösungsorientiert, man möchte sagen, schweizerisch, diplomatisch, das spürt man auch im Privat.
00:35:24: Da habe ich noch was, eins hatte ich noch vergessen.
00:35:28: Es gibt nur noch die Ausländerverhandlichkeit gegen den Deutsch-Tum, oder gegen den großen Kanton.
00:35:35: in Deutschland.
00:35:37: Das gibt es ja.
00:35:40: und aber ich, das wusste ich zufälligerweise schon vorher.
00:35:45: Ja, das kriegt man sofort gesagt.
00:35:48: Das wusste ich schon vorher, dass wenn wir aus Deutschland kommen, der Deutsche in dem Sinne und wenn du jetzt sagen mal schwarz-gelb grün bist und du kommst aus Deutschland mit der deutschen Staatsbürger, Bürgerschaft, dann bist du auch deutscher für die.
00:36:03: Dann musst du der deutsches hat eben als arrogant sehr arrogant hochmäßig der besser wissen alles wissen alles können und der schweizer ist nix und die.
00:36:19: ich weiß nicht woher das stand aber die schweizer fühlen sich wohl nicht alle aber das schon in der Menge irgendwie dass sich in den deutschen so so primitiv angesehen werden als Bauernfolge oder Ich weiß es nicht.
00:36:37: Allerdings muss ich eins sagen, das kommt noch dazu aus meiner Generation, was die Jungen jetzt vielleicht gar nicht wissen, was ich früher von der Schweiz wusste, ist nur Skifahren und Schweizer Käse.
00:36:53: Die
00:36:54: Käse mit
00:36:55: den Löchern und Schokolade und den E-Milk.
00:36:59: Im Komiker E-Milk.
00:37:00: Kennen Sie den?
00:37:01: Ich kenne ihn auch nicht mehr.
00:37:02: Es gibt jetzt andere, die man kennt, wenn man Wunder ist.
00:37:05: Aber der Begriff vielleicht, ja?
00:37:06: Ja, genau.
00:37:06: Das war, glaube ich, der erste Schweizer Komiker, der dann im deutschen Fernsehen aufgetreten ist und er geredet hat langsam und so, ein bisschen dümmelig und so.
00:37:18: Und so hat man gedacht, so ist die Schweiz auch.
00:37:20: Die Schweizer sind langsam, sind dümmelig und so weiter.
00:37:25: Ist überhaupt nicht der Fall.
00:37:27: Da müssen wir noch etwas anmerken.
00:37:30: Es gibt nur zwei Dinge, von unserer Seite ist, ich dachte immer, Schweiz, Steuerparadies, Steueroase, du bezahlst keine Steuern.
00:37:40: Nummer eins, total falsch.
00:37:42: Das heißt auch Steuern.
00:37:43: Und zweitens, der Schweizer ist immer ehrlich, immer ganz, ganz ehrlich.
00:37:49: Rote Kreuz, Neutralität und und und helfen gerne in der Welt.
00:37:54: Der Schweizer ist ganz, ganz ehrlich, ist aber auch nicht.
00:37:59: Es gibt Schweizer Betrüger, es gibt Schweizer Kriminelle und so weiter.
00:38:03: Und vor allem in Geschäftsbeziehungen.
00:38:07: Ich bin schon oft, auch nicht oft, aber schon manchmal reingefallen.
00:38:11: Sei es jetzt beim Autokauf gewesen oder sei es bei der, ich bin dreimal umgezogen, da gibt es auch eine eigene Art.
00:38:21: Wenn man umzieht, braucht man eine Entreinigung.
00:38:25: Entreinigung, du machst es selbst.
00:38:28: Das Pico Bella Sauber wird nicht anerkannt.
00:38:30: Es muss eine Firma machen.
00:38:32: Aber in die Schlechte rein.
00:38:33: Auch in die Schlechte rein.
00:38:36: Überall muss man Verträge eingehen und da wird gehandelt.
00:38:39: Das ist wie auf dem Basarwärm.
00:38:42: Dann wird es gehandelt und die Schweiz mit allen Wassern gewaschen.
00:38:46: Mit allen Wassern gewaschen.
00:38:48: Vielleicht sind es sogar bessere Geschäftsleute als hier in Deutschland oder als auf dem Basarwärm irgendwo im Nahen Osten.
00:38:57: Sehr, sehr harte Geschäftsleute.
00:38:59: Mit Sicherheit.
00:39:01: Ich versuch's mal in einem Rundumschlag aus noch mal zu reflektieren.
00:39:05: Tatsächlich ist es bis heute so, jeder hat eine Meinung über die Schweiz, auch wenn er noch nie da war.
00:39:12: Meines Erachtens ist das Einzige oder eines der wenigen Länder der Welt, wo du die Leute auf der Straße fragen kannst.
00:39:19: Jeder weiß, wo die Schweiz ist und jeder hat drei Assoziationen, sei es die Berge, Schokolade, was auch immer, aber die gibt es.
00:39:25: ... gibt's viele Länder auf der Welt, ... ... da funktioniert das überhaupt nicht.
00:39:29: Also sie sind bei uns im Kopf.
00:39:32: Ich glaube, diese Eigenarten mit den Deutschen ... ... die kommt ... ... daher, dass die Schweizer sehr, sehr schlau sind.
00:39:40: Sehr, sehr gebildet und innerhalb kürzester Zeit von ... ... ja ... ... normalbäuerlichen Gesellschaft, ... ... so einer Wirtschafts-Nation, ... ... Industrie- und Banken-Nation geworden sind.
00:39:51: Und was die Schweizer nicht machen, ist Praal.
00:39:54: Sie wissen, dass sie gut sind, ... Darüber braucht man nicht reden.
00:39:58: Das heißt, das mischt sich dann auch mit dieser Neutralität.
00:40:02: Die Schweizer sind überall dabei, aber das muss man nicht außen hinhängen.
00:40:08: Man kann sich gerne in irgendeinem Hotel in der Schweiz treffen.
00:40:11: Niemand weiß, dass hohe politische Gäste da sind.
00:40:14: Diskretion, sehr, sehr wichtig.
00:40:16: Und deswegen haben die Deutschen ein bisschen so einen Widerstand, weil die Deutschen sehr viel Wind machen und manchmal auch um nichts.
00:40:24: Das ist den Schweizer, das mögen die nicht.
00:40:27: Also du kannst Leistung bringen und dann darfst du auch ein bisschen Wind machen.
00:40:32: Aber so am Anfang muss man sich schon bewusst sein, steht man vielleicht unter einer besonderen Beobachtung, wie man sich verhält.
00:40:39: Das ist ganz wichtig, wenn man sich integriert.
00:40:41: Und daher kommt auch, dass die Schweizer mit Sicherheit gut verhandeln können.
00:40:45: Sie haben eine erstklassige Wirtschaftsnation, die weltweit exportiert, obwohl alles in der Schweiz teurer ist.
00:40:51: Also irgendwas müssen sie sehr, sehr gut können.
00:40:54: Wirtschaft können Sie sehr gut und Wirtschaft spielt in der Schweiz auch eine extrem hohe Rolle.
00:40:59: Sie haben es gesagt, man zahlt Steuer, klar.
00:41:01: Aber was die Schweiz besonders macht und das ist grundsätzlich anders wie in Deutschland, ist die Ausrichtung auf die Wirtschaft.
00:41:10: Die Gesetze, die Arbeitgebergesetze sind wirtschaftsfreundlich und damit einhergehend ist auch die Erziehung der Kinder.
00:41:19: Eine eigenverantwortliche Erziehung, das Leben in die Hand zu nehmen.
00:41:23: und Ja, man kann man jammern, aber man setzt Dinge um.
00:41:27: Und das sind Dinge, die ich als Deutscher jetzt von mir behaupten würde, dass lernen wir teilweise anders in Deutschland.
00:41:33: Aus dem sozialen Umfeld heraus.
00:41:37: Herr Bieler, was mich noch interessieren würde, ein bisschen mit Blick auf die Zeit.
00:41:40: Sie haben es ja offensichtlich gut gehabt in der Schweiz.
00:41:44: Absolut.
00:41:44: Acht Jahre in der Praxis.
00:41:46: Ja.
00:41:47: Wenn Sie jetzt auch erzählen und ... Da höre ich nichts von Reue oder extrem negativen Erfahrungen.
00:41:54: und dann muss ich schon fragen, warum ging es zurück?
00:41:59: Was war letztlich der Punkt, ein neues Kapitel aufzuschlagen?
00:42:03: Ja, genau.
00:42:05: Also zunächst einmal, wenn ich jetzt, ich bin jetzt seit September, hier wieder in Deutschland und wenn ich es könnte, Und vielleicht jetzt natürlich kommt noch dazu wollte, ja eigentlich, wo geht ich das?
00:42:23: ja?
00:42:24: Würde ich wieder zurückgehen in die Schweiz.
00:42:25: Es war auch, selbst wenn es nur drei Jahre sind oder zwei Jahre ein Fehler hier in Deutschland, nach Deutschland zu kommen.
00:42:37: Und ich dachte, ich kann hier mehr meine finanziellen Möglichkeiten ausspielen.
00:42:47: Jetzt warum?
00:42:48: Ich bin ja... in früher in Frührente gegangen und mit der deutschen Rente plus und es kommt natürlich ein großes Fass mit dem mit dem mit der drei Säudenprinzip in der Schweiz.
00:43:11: Kannst du das sehr gut leben, aber ich war ja blöd und weil ich eine andere Vorstellung hatte habe eben nur eine Säule gemacht, das war die AHV.
00:43:23: Die gesetzliche?
00:43:24: Ja.
00:43:24: Die gesetzliche, da musst du ja einbezahlen, auch als Arbeitnehmer und als auch als Arbeitgeber, als Selbstständiger.
00:43:33: Und ich habe nicht die zweite Säule gemacht, d.h.
00:43:36: also die Pensionskasseneinzahlung habe ich nicht gemacht.
00:43:41: Und die dritte Säule IIIa, IIIb, d.h.
00:43:46: mit irgendwelchen Finanzierungsverträgen, Fasionsverträgen oder auch Immobilien habe ich nichts gemacht und habe das Geld woanders investiert und das war nicht richtig und das ist auch ein ganz großer Aspekt.
00:44:05: Ich hatte überhaupt keinen Finanzberater, ich sage auch warum.
00:44:10: Da war natürlich der Schwabe in mir, ich war geizig.
00:44:14: Ich hätte lieber Tausend, zweitausend Franken investieren sollen, um einen unabhängigen Finanzberater zu handzunehmen, gleich von Anfang an, nicht erst ein Jahr, zwei Jahre später, gleich von Anfang an, der die Fähigkeit auch besitzt, und es gibt solche, die also unabhängig sind und auch was verändern können, ja?
00:44:41: Ein Kollege hat zu einem gehabt, nach einem Jahr gesagt, du, hat angerufen.
00:44:45: Wir müssen das abbrechen, wir müssen nur anders investieren und so weiter.
00:44:49: Das hat sich so herausgestellt, die Gesellschaft, die Versicherungsgesellschaft oder die Bank usw.
00:44:55: es funktioniert nicht.
00:44:57: Ja, das habe ich nicht gemacht, so hatte ich dann praktisch nur die AHV.
00:45:03: Und es war ja der Umbruch, soll ich sagen, der Umbruch, die die Zeit des Corona- Und bin selber durch die Corona Betroffen gewesen.
00:45:27: Corona war eine Ausnahmesituation, speziell für die Hausärzte.
00:45:31: Dazu muss ich natürlich auch anfügen wiederum, für einen neuen Arzt, der in die Schweiz geht, was schön als Arzt in der Schweiz ist.
00:45:40: Du hast das dispensierend.
00:45:42: Das sage ich, du kannst eine Apotheke haben, eine Praxisapotheke.
00:45:49: Und gerade auf dem Land ist es sehr, sehr, sehr wichtig.
00:45:53: Hätte ich ja alle meine Patienten haben, Medikamente über mich bezogen.
00:45:58: Ist natürlich eine gute Einnahmequelle für einen Arzt, aber natürlich auch gleichzeitig auch eine sehr, sehr gute, ein guter Service für die Patienten.
00:46:10: Ich habe dann natürlich in dieser Corona-Zeit große Angst, gerade bei den älteren Patienten, die chronische Krankungen hatten.
00:46:17: Das sind dann zu Hause geblieben.
00:46:19: Da habe ich dann praktisch von meiner Praxis im Fahrtdienst aufgebaut, zusammen mit meiner Frau und habe die alle dann abgefahren im Dorf und habe den Milchkasten, das ist auch eine Schweizer Eigenart.
00:46:32: Rang nicht.
00:46:34: Vielleicht im städtischen Gewinn ist das anders jetzt.
00:46:37: Er hat einen Briefkasten und einen Milchkasten, wo man früher die Milch reingetan hat.
00:46:41: Aber das tut man nach Pakete und so weiter rein.
00:46:42: Und der
00:46:44: ist offen.
00:46:44: Der ist offen, ja.
00:46:46: Ja, jetzt gibt es Beschlossene auch.
00:46:48: Ich hab auch Beschlossene.
00:46:51: Und ja, aber auf dem Land sind noch viele offen.
00:46:55: Da kann man's reinstellen und dann hat er das geholt.
00:46:57: Und irgendwie, ich weiß es nicht, wobei ich sagen muss, ich hab dann noch einen Spital, also einen Wetzikon.
00:47:03: ist die nächstgrößere Stadt, im Kantonspital, da habe ich da noch noch Notdienst gemacht und im Fall habe ich da, irgendwo habe ich was abbekommen, aber ich denke so, dass ich nicht akut erkrankt bin, wie man damals hätte akut erkranken können, sondern weil mir war es schleichend, wie eine Art dann Post-Kovizientum.
00:47:27: Ich habe dann also nichts, wie konnte man danach nichts mehr nachweisen.
00:47:31: Am Anfang gab es keine richtige Tätstoffe, keine mikrobiologischen Tests, die wurden ja nicht überall gemacht, die PCR und so weiter.
00:47:42: Aber es anscheinend so gewesen und ich konnte dann weder Auswand und irgendwohin noch Gedanken zusammenfassen.
00:47:54: Ich war total kaputt, müde, ich konnte nicht mehr richtig aufstehen, ja, war Bethel hätte ich sozusagen und meine Frau ... hat mich dann gepflegt, die war völlig in Ordnung.
00:48:06: Und da bin ich hin vegetiert, um ein Jahr ungefähr, deswegen habe ich die Praxis ja auch beschlossen gehabt, Ende des Jahrhunderts.
00:48:13: Ich bin da hin vegetiert, habe es gar nicht gemerkt, dass ich da auch hin vegetiert bin.
00:48:18: Das merkt man dann in dem Fall auch nicht mehr.
00:48:20: Und das war der Grund.
00:48:23: Und dann gehen natürlich die Ersparnisse, sie müssen ja ansehen, wenn man dort Miete bezahlt.
00:48:33: Ich kann hier nicht auf sechzig Quadratmeter mit einer Gemeinschaftsdusche, ich meine, das habe ich mal im Studentenleben gehabt, ne?
00:48:39: Und als Arzt verdient man natürlich schon einiges, dann kann man sich auch was Besseres leisten.
00:48:44: Ich habe übrigens auch abgespeckt mit der Miete.
00:48:47: Ich bin dann auch umgezogen und das hat, also das wurde organisiert.
00:48:51: Ich konnte da nicht viel beitragen.
00:48:53: Ich war über dreitausendfünfhundert kalt.
00:48:57: Bin ich rundenehr dann auf zweitausendvierhundert kalt, das schon ja sehr günstig ist, in dem Gebiet, wo wir wohnten, selbst das mit den Kantenkassenbeiträgen.
00:49:09: Und das ist ja ein Unterschied.
00:49:12: Meine Frau hat auch nicht gearbeitet, sie war ja bei mir in der Praxis, hat dann keine andere Anschlussstelle bekommen, hat man eine Kantenversicherung, die hat man an der Rest des Familien versichert.
00:49:23: Und das weiß es anders, jeder hat eine eigene Versicherung, jeder hat eine eigene Prämie, eigene Franchise und die Pantheon.
00:49:31: Und das summiert sich dann die Kosten natürlich, alles.
00:49:37: Und dann irgendwann mal ist es dann zu Ende.
00:49:39: Und ich wollte kein Verzeihung für Empfehlende in der Schweiz werden.
00:49:45: Und ich glaube, ich hätte das recht gehabt, als Ausweis C, das praktisch Niederlassungsbewilligung in der gesamten Schweiz, wenn man übrigens sofort bekommt als Arzt.
00:50:00: Also ich habe es damals sofort bekommen, aus Weißzehn, Jede Leitzungsbewidrigung, würde es alles geben, aber das ist nicht das hin der Sache und ich bin nicht der Typ dazu.
00:50:10: Und ich habe gesagt, ne, ich gehe zurück nach Hamburg in die Umgebung, da habe ich ja auch noch erwachsene Kinder und so weiter und sehe mal weiter, wie es weitergeht.
00:50:23: Wäre das alles nicht passiert, wäre ich in der Schweiz geblieben.
00:50:27: Ja, das ist natürlich eine Situation, wo du jetzt vielleicht als Zuhörerin sagst, okay, das passiert mir ja nicht.
00:50:33: Also ich glaube, das ist ein Punkt, wo ich jetzt einfach mal nochmal auch was erzähle, weil in einem deutschen System, wo du vielleicht groß geworden bist, das kennst du.
00:50:43: Du weißt, was dir passiert, wenn du krank bist, wenn du invalide wirst, etc.
00:50:48: Und man darf da schon zurecht sagen, dass deutsche Sozialsysteme ist nicht so schlecht, wie man manchmal darüber schimpft.
00:50:54: Also die soziale Absicherung in Deutschland, da gibt es Punkte, die sind nicht gut, aber sie ist in vielen Fällen viel weitreichender wie in der Schweiz.
00:51:05: Ich
00:51:05: gehe da nicht aufs Detail ein, aber in der Schweiz sagt man, wenn dir was passiert, wer bitte, habe bitte einen Unfall, dann bist du über die Unfallversicherung abgesichert, werde bloß nicht krank oder invalid, weil das ist sehr, sehr schlecht abgesichert.
00:51:20: Und das Thema Absicherung, das ist am Anfang, wenn man auswandert.
00:51:24: Das sagt man, ich komme erst mal an und dann schauen wir mal.
00:51:28: Ich sage immer so, die ersten zwölf Monate ankommen ist völlig okay.
00:51:31: Aber in dem Moment, wo man sich überlegt, die Schweiz könnte ja was für die Dauer werden, gehört es einfach dazu, sich zu fragen, was wäre denn der schlimme Fall, wenn es mir hier so gut gefällt, dass ich hier bleibe und dass ich hier in Rente gehe?
00:51:47: Und dann hat man einfach als zugezogene, einen großen Wettbewerbsnachteil.
00:51:52: Man zahlt nicht ab dem ersten Jahr in die Sozialsicherungssysteme ein, weil das hat man ja in Deutschland gemacht.
00:51:59: Diesen Nachteil kann man nicht aufholen, den kann man nicht in der ersten Säule aufholen, nicht in der zweiten und auch nicht in der dritten Säule, sondern man muss eh immer ein bisschen mehr machen.
00:52:09: Wichtig dabei ist einfach, da gibt es eine wunderbare Podcastfolge bei mir von Gabor Gaspar, ist auch so ein unabhängiger Finanzberater.
00:52:17: Es gibt extreme Unterschiede in der Pensionskasse und der dritten Säule, was die Leistungsfähigkeit betrifft.
00:52:24: Und Herr Biele, Sie haben es so ein bisschen gesagt, Sie waren, ich weiß nicht, ob Sie das Wort dumm oder blöd benutzt haben, aber Sie haben es.
00:52:36: Das ist überhaupt nicht so.
00:52:37: Selbst Schweizer und Schweizerinnen verstehen dieses drei Säulensystem nicht.
00:52:43: Sie glauben, sie sind sozial abgesichert.
00:52:46: Die staatliche Rente in der Schweiz reicht für Schweizer nicht zum Leben.
00:52:51: Das ist
00:52:52: zu gering.
00:52:53: Das AHAV
00:52:54: reicht nicht, ne?
00:52:56: Der AHAV-Maximal-Rentenlohn liegt bei ich, zwei Tausend, vierhundert, zwei Tausend, fünfhundert Franken, wenn sie ab dem ersten Jahr eingezahlt haben, in den entsprechenden
00:53:06: Beträgen.
00:53:07: Ja, vierhundert, vierhundert Jahre.
00:53:08: Das erreicht selbst die Schweizer nicht.
00:53:11: Deswegen ist es einfach wichtig, sich zu fragen, was passt für die Situation?
00:53:15: ... sich jemanden zu holen und das hat wirklich nichts mit ... ... neunundneunzig Prozent der Menschen wissen es nicht.
00:53:22: Finanzen sind ein besonderes Thema.
00:53:24: Betrachten wir beispielsweise auch im Mentoring ... ... beziehungsweise im kulturellen Onboarding, ... ... dass das nicht verloren geht.
00:53:30: Denn diese Dinge passieren ... ... und nicht nur Herr Billier, sondern sie können auch dir passieren, ... ... wenn du auswanderst und sei einfach vorbereitet, ... ... so wie du es hoffentlich auch jetzt in Deutschland bist ... ... oder von wo immer du
00:53:40: zuhörst.
00:53:41: Weil die Schweiz anders ticken.
00:53:43: Klar, in dem Moment, wo du in die Säulen einzahlst und auch in die soziale Absicherung bekommst du Arbeitslosengeld, du bekommst alles, wo es dort da ist.
00:53:53: Aber ja, das ist ja immer noch, willst du das und hilft dir dann auch wirklich weiter in diese neue Situation und bei Krankheit, Unfall, Invalidität.
00:54:02: Da kannst du nichts für und dann musst du schauen, wie du klarkommst.
00:54:06: Genau, und das kann jeden betreffen.
00:54:07: Das ist so.
00:54:09: Das kann jeden passieren.
00:54:10: Und meine Beobachtung ist, und das möge ich jetzt vielleicht hart anhören, gerade Ärzte und Ärztinnen denken immer an alle anderen und zuletzt an sich.
00:54:21: Und wenn der Dienst rum ist und zwölf Stunden und Nachtdienst setzt, man sich nicht hin und macht die Pensionskasse.
00:54:28: Völlig klar.
00:54:29: Das sind Themen, die man rausschiebt.
00:54:31: Aber dann nehmt es euch jemanden, der euch helft.
00:54:35: Es kostet was in der Schweiz, kostet in Deutschland auch was, egal wie.
00:54:38: Entweder nimmt die Geld in das Geld deiner Bank oder du gibst einen unabhängigen Berater, der nimmt das Geld vorher und du hast danach mehr davon, aber kümmert dich drum, egal wo du wohnst.
00:54:49: Herr Bieler, Sie sind zurückgesagten, Sie haben es sich in Deutschland anders vorgestellt und da möchte ich auch so ein bisschen den Kreis schließen.
00:54:58: in den schönen Linken Kommentaren, den Sie auch hinterlassen haben.
00:55:02: Haben wir ja darüber diskutiert, wo ist so die eigene Verantwortung?
00:55:07: Also was muss ich für mich entscheiden?
00:55:11: Wo gibt es aber auch einfach Systemgrenzen in der Schweiz, aber auch in Deutschland, wo man entscheiden muss, passt das System überhaupt noch für mich?
00:55:21: Sie haben es gesagt, sie sind ja auch mit einer Hoffnung zurückgekommen, dass es in Deutschland für sie vielleicht wieder finanzielle Möglichkeiten gibt, sprich, dass sie arbeiten können.
00:55:30: Auch das, wenn ich es so raushöre, hat sich die Hoffnung zerschlagen oder es läuft nicht genauso, wie sie es sich gedacht haben.
00:55:36: Wenn jetzt ein junger Kollege, junge Kollegin zuhört, unabhängig von ihrer Situation, sie haben jetzt zwei Gesundheitssysteme gesehen, sie sind gestanden am Mediziner und sie spüren vielleicht jetzt im Gespräch mit einem jungen Arzt, junger Ärztin, hey, ich bin gerne Arzt, ich habe das, deswegen habe ich da echt viel auf mich genommen vom Abitur über Studium.
00:56:01: Aber ich wäre auch gerne Mutter, ich wäre auch gerne Vater.
00:56:05: Ich hätte auch gerne zwanzig Minuten Zeit für meine Patienten.
00:56:08: Wenn ich nach Hause komme, ich würde auch gerne mal meine Freunde sehen.
00:56:12: Gibt es eine Empfehlung, wo sie sagen, hör zu, das eine ist privat, das andere ist Struktur, wo sie einen jungen Kollegen, junger Kolleginnen zum Schluss mitgeben würden?
00:56:25: Ja, also, gerade das Beispiel, vielleicht ein Ehepaar oder vielleicht eine Frau, die schwanger Auditie ein Kind hat.
00:56:36: in Deutschland und möchte jetzt in die Schweiz gehen.
00:56:42: Und da kann ich mir natürlich gut vorstellen, dass da ein Hindernis vielleicht aufgebaut wird und sagt, naja, das geht ja gar nicht und es wird Probleme geben.
00:56:53: Ist ja überhaupt nicht so.
00:56:55: Wir haben ja auch noch ein Kind mit dabei.
00:56:58: Die Erika, wie war jetzt mit dem Jahr ein Jahr zwei Tausend Eins geboren?
00:57:05: Genau, die war dann so vier Jahre alt.
00:57:07: Warte mal, es war ein Jahrzehnte.
00:57:09: Ja, dann kommt es ja jetzt.
00:57:11: Ein Jahrzehnte.
00:57:13: Ja, elf Jahre alt, elf, zwölf.
00:57:15: Und die musste auch eine Klasse noch nachholen.
00:57:18: Also die Schulen sind auch einfach viel, viel, viel besser.
00:57:27: Damals war es noch so, der Schlüssel, Lehrer pro Schüler, es war eine ganz andere.
00:57:35: Und die Ausbildung ist besser.
00:57:39: Und jetzt bin ich jetzt in einem Betrieb, ist das ja so, also in Deutschland gibt es auch einige oder nicht wenige Orte, wo man jetzt auch noch darum kämpfen muss, einen Kindergartenplatz zu bekommen.
00:57:53: Es ist halt ein Hospital, ein Klinik, ein Eigenkindergarten.
00:58:00: Oder eine Wohnung zu bekommen, ist auch... einfacher als Arzt jetzt in einem Krankenhaus.
00:58:07: Hier in Deutschland krimut sich das Krankenhaus gar nicht mehr.
00:58:10: Früher hatte man ja noch Schwesternhäuser oder Arzthäuser und so weiter.
00:58:15: Das gibt es ja gar nicht mit neuen Krankenhäusern.
00:58:20: Und daher will ich sagen, dass es kein Hindernis ist, Deutschland besser.
00:58:27: So, was war nochmal ein anderer Aspekt noch?
00:58:33: wo man richtig entscheiden sollte, also jetzt zurückzukommen nach Deutschland, ist ja nicht nur gewesen jetzt aus finanziellen Gründen, dass es mir nicht gefällt oder dass uns das hier nicht gefällt, sondern ganz Deutschland hat sich verändert in den zehn Jahren, die Gesellschaft hat sich verändert.
00:58:56: Ich habe gewiss nicht, wenn man etwas Schönes sieht und Und früher war man in einem Land, das war eigentlich auch schon relativ gut.
00:59:06: Und komm zurück, dann sieht man die Unterschiede.
00:59:09: Und was uns in der Schweiz gefahren hat, die Sauberkeit, die Ordnung, die, was ja für einige Menschen ja abblödsinn ist, die Wunderkause haben, es wird ja auch, ja, wild life.
00:59:20: Und das hat aber uns gefallen.
00:59:24: Also meine Frau konnte doch ganz beruhigt in Zürich, wenn wir in einen Zug einsteigen, Und weiterfahren bis nach Luzern, dort jemanden besuchen, am Abend auch kein Problem.
00:59:39: In Deutschland muss man schon Gedanken machen, ob das sicher ist.
00:59:44: Das Sicherheitsgefühl insgesamt ist in der Schweiz sehr, sehr hoch, in Deutschland sehr, sehr niedrig.
00:59:53: Hat natürlich Ursachen, aber es sind wieder ganz andere politische Geschichte.
00:59:58: Sprengt den Namen, ist ein Defender unsinnend mal da.
01:00:01: Der Schmutz hat sich dazu genommen, die öffentlichen Gebäude, die in der Schweiz gepflegt werden, auch Wohngebäude, also Genossenschaftsgebäude werden gepflegt.
01:00:15: Jeder hat seinen Posten, der Garten wird gemacht, der Aufzug wird immer kontrolliert und so.
01:00:20: Hast du in Deutschland überhaupt gar nicht mehr?
01:00:22: Hier verrottet doch alles.
01:00:25: Das ist das.
01:00:26: Jetzt kommt die Krankenversicherung.
01:00:28: Ganz, ganz wichtiger Geschichte.
01:00:30: Ich war nie privatversichert.
01:00:32: In Deutschland hatte ich keine Privatfassung, sondern ich war gesetzlich krankenversichert.
01:00:37: Bin gut noch damit ausgekommen.
01:00:39: Habe noch eine Zusatzversicherung für eine stationäre Behandlung.
01:00:44: Jetzt bist du mal krankenversichert hier in Hamburg oder in Frankfurt.
01:00:49: Das aus des Gesundheitssystems Schluss.
01:00:54: Das ist ja wie in Afrika.
01:00:57: Meine Frau hat ein Problem mit Augen.
01:01:00: Die kriegt einen Termin zwischen drei und sechs Monaten.
01:01:06: Gut.
01:01:08: Jetzt bin ich natürlich direkt in die Augenklinik gegangen und hab da, hab da gestellt, dass ich Arzt bin, das und das und jenes und dass es dann geklappt hat.
01:01:18: Außerdem haben wir noch einen Freund, einen Augenarzt, ist mir noch eingefahren, der noch in der Praxis hat.
01:01:22: ist man auch noch dazu gegangen.
01:01:24: Aber auch der orthopädische Überweisung vom Haushalts zum Orthopäden ist ein Unding zum Darmatologen.
01:01:34: Bist ein Privatpatient, hast am nächsten Tag spätestens in zwei Tagen einen Termin.
01:01:39: Diese Unterscheidung, dass die gleichen Menschen, die zum Teil sogar vielleicht mehr einbezahlen in die gandenkassenfestigung, gerade als junger Mensch, und die Private ja viel weniger ein.
01:01:53: Und dann lassen wir zu unterscheiden, das ist eine zweitklassen Medizin, das gibt es in der Schweiz nicht.
01:01:59: In der Schweiz sind alle privat oder alle krankenversiert, aber alle gleich.
01:02:05: Und das ist doch das super an der Geschichte.
01:02:08: Und das jetzt zu grafen.
01:02:09: älteren Menschen ist das sehr wichtig.
01:02:11: Und kranke Menschen ist sehr wichtig, da lebe ich doch lieber in der Schweiz als in einem Entwicklungsland wie in Deutschland.
01:02:17: Deutschland ist in der ambulanten Medizin ein Entwicklungsland.
01:02:21: Und ich sage hier noch einmal auch, warum das noch so ist.
01:02:25: Nicht nur, weil die gesetzliche Grafenversicherung ihnen als GKV-Patient kein Termin, zeitnahem Termin ermöglicht, sondern haben sie einen Termin beim Arzt, dann werden sie von oben bis nach unten veräppelt, belogen.
01:02:44: Sie möchten Check-up haben?
01:02:46: Ja, kein Problem.
01:02:48: Aber was zahlt dann die AOK?
01:02:50: Oder die HEK?
01:02:51: Oder die DEAK?
01:02:52: Oder die TK?
01:02:53: Die bezahlt einmal Cholesterin, einmal Glucose, einmal Nierenwerte, einmal Abtasten, das war's.
01:03:02: Ist das ein Checkup?
01:03:03: Oh mein Gott, da ist ja das Auto, was ich ein Checkup mache, er richt noch viel besser.
01:03:09: Das müsste auch private sein.
01:03:12: Das funktioniert, das geht nicht.
01:03:14: Es ist ein verlogenes... Kriminelles muss man fast sagen ein mafiöses Gesundheitssystem in Deutschland.
01:03:25: Und zwar vor allem ambulantende Weiche.
01:03:29: Ja, ich finde es einfach extrem spannend, Ihre Meinung zu hören.
01:03:31: Sie haben so viel in Deutschland gesehen, Sie haben so viel in der Schweiz gesehen.
01:03:36: Mir ist das einfach wichtig, menschlich wichtig.
01:03:42: Auch Ärzte und Ärztinnen dürfen frei wählen.
01:03:45: Also sind ja clever, ihr seid die cleversten Leute, die wir haben.
01:03:48: Ihr habt so gute Noten im Abitur, ihr habt
01:03:51: ein
01:03:51: Superstudium gemacht etc.
01:03:55: Nehmt euch das zurück, wenn ihr in der Situation euch befindet und sagt, ich möchte was verändern.
01:04:01: Ich fühle mich nicht wohl, ich will eine Entscheidung treffen, egal ob das die Schweiz ist oder ich will mich in Deutschland verändern oder nach Norwegen.
01:04:08: Nehmt euch das recht raus, als Menschen für euch zu entscheiden, wo ihr euch wohl fühlt.
01:04:15: Diese Verpflichtung, ich muss für meine Patienten da sein, ich muss für meine Kollegen da sein, ich muss für das System sein.
01:04:21: Lass das mal weg und spürt mal in euch rein, was euch gut tut.
01:04:25: Und ich glaube, was Herr Bilyer schön gesagt hat, im Kern ist es, es gibt Unterschiede.
01:04:33: Das wäre gelogen, sonst hieß die Schweiz, Deutschland oder anders drum.
01:04:36: Aber probiert es aus.
01:04:39: Ihr könnt jederzeit als Arzt oder Ärztem nach Deutschland zurück, wenn ihr das wollt.
01:04:43: Es braucht Mut.
01:04:44: Es ist eine Erfahrung, die euch aber auch keiner mehr wegnimmt.
01:04:49: Und seid euch im Klaren, es ist ein Schritt, der Dinge anders macht und seid euch darüber bewusst.
01:04:55: Herr Biele hat schon gesagt, ihr kommt vielleicht nach zehn Jahren zurück.
01:04:58: In zehn Jahren ist das ein anderes Land.
01:05:02: Ihr seid dann mehr Schweizer als Deutsche.
01:05:04: Setzt euch wirklich damit auseinander.
01:05:06: Ich sage wirklich, Herr Biele, vielen, vielen lieben Dank für ihre Zeit.
01:05:11: Sie kriegen von mir den Preis Nummer eins.
01:05:14: Ich glaube, so eine lange Folge haben wir noch nicht gemacht.
01:05:16: Ich will es gar nicht bewerten, sondern wir haben im Vorfeld gesagt, wir sprechen so lange, dass Herr Bieler auch wirklich erzählen kann, aus diesem Fundus schöpfen kann.
01:05:25: Und deswegen ist es so geworden, wie es ist.
01:05:27: Vielen, vielen lieben Dank, Herr Bieler, dass Sie da waren, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um das zu hoffen und ehrlich gesprochen haben.
01:05:33: Gerne.
01:05:34: Danke schön.
01:05:36: Und wie gesagt, wenn du jetzt zuhörst und sagst, es drängt mich, ich möchte was verändern, ich möchte... um Leben führen, was es mir ermöglicht, als Arzt und Ärztin zu leben, aber auch noch ein Leben zu haben.
01:05:48: Und du fragst dich, ist das die Schweiz oder ist es die Schweiz nicht?
01:05:52: Komm zu mir.
01:05:54: Die Einladung ist da, Auswanderleitfahrten zu bestellen über den Newsletter docsgoeswiss.ch.
01:06:00: Und wenn du sagst, naja, ich habe dafür eigentlich keine Zeit.
01:06:03: Ich will direkt zum Experten.
01:06:06: Ich möchte schnell wissen, ob die Schweiz was für mich ist.
01:06:09: Wie gehe ich vor?
01:06:10: Was ist anders?
01:06:11: Ich möchte eine Entscheidung treffen.
01:06:13: Kein Problem.
01:06:13: Treißig Tage Mentoring.
01:06:15: Am Ende vom Monat weißt du, woran du bist.
01:06:17: Du kannst mich jederzeit fragen.
01:06:20: Das ist wie mit dem unabhängigen Versicherungsberater.
01:06:22: Es ist ein Investment.
01:06:23: Es kostet Geld.
01:06:25: Aber du weißt danach, wo es hingeht.
01:06:27: Ich sage dir, lieben Dank fürs Zuhören.
01:06:29: Nächste Folge mit DocsGoSwiss.
01:06:31: Und ich wünsche dir einfach nur Gesundheit für den Moment.
01:06:33: Ciao, mein Martin Benner.
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